Florentiner

30.01.10

So als Lebenszeichen, und wenn es hier schon nichts zu lesen gibt, dann doch bitte woanders.
Und weil ich gerade so gelacht habe, dass es mir beinahe das Abschminken erspart hätte:

Die Schwadroneuse kocht backt.

Mordgelüste

26.10.09

Es ist nicht schön, wenn man abends von der Arbeit heim kommt, mit Magenschmerzen an den Briefkasten geht, weil man jeden Tag mit Post vom Prüfungsamt und dem Ergebnis der Abschlussarbeit rechnet, dann tatsächlich einen Brief mit dem Uni-Logo vorfindet, auf dem Absatz umdreht, um sich vor das nächstbeste Auto zu werfen, es sich mit Gedanken an die Familie dann doch widerwillig anders überlegt, mit dem Brief in der Hand die Wohnung betritt, dabei überlegt, wie viel Alkohol wohl nötig wäre, um die Angst erträglich werden zu lassen, sich mangels Alternativen dann doch überwindet und den Umschlag kurzerhand öffnet – nur um ein Schreiben von irgendeiner Fakultät in der Hand zu halten mit der Bitte, an einer Umfrage teilzunehmen.

Gartenlust

27.08.09

Zipfel

Aus Mamas eigener Zucht. Also… Irgendwie… Ach, ich weiß auch nicht…

Gleich…

03.08.09

… geht es dorthin.

Und ich bin so aufgeregt!

Aus gegebenem, traurigem Anlass möchte ich dem geneigten Leser den Film Vier Minuten ans Herz legen.

Es ist gerade mal wenige Wochen her, dass mein Chef mir das erste und bislang einzige Mal ungefragt eine DVD in die Hand drückte.
Kein schöner Film, nein, aber ein Film, der mich lange nicht los gelassen hat, auch und vor allem dank der großartigen Monica Bleibtreu. Danke.

Marschbefehl

01.05.09

Ich unterbreche die Funkstille für eine wichtige Durchsage den ultimativen Kulturtipp:

Am kommenden Montag um 19.30h liest der wunderbare Mirko Kussin in der Stadt- und Landesbibliothek in Dortmund. Und das wird er wie immer ganz großartig tun.

Also, liebe Leser aus Dortmund und Umgebung, aus dem Ruhrgebiet, ach was, aus ganz NRW: Wenn Ihr erleben wollt, wie jemand nicht nur grandios mit Sprache und Worten umzugehen vermag, sondern diese seine Texte auch noch auf wahrhaft Gänsehaut erzeugende Weise zu transportieren versteht- dann solltet Ihr Euch am 04.05. in Dortmund einfinden!

Ständig möchte ich etwas bloggen. Und dann tue ich es nicht direkt, und dann tue ich es überhaupt nicht. Warum auch etwas bloggen, wenn es schon wieder verjährt ist und genug andere Dinge in der Zwischenzeit passiert sind?

Darum ab sofort: Impulsbloggen. Einfach drauf los, dem Impuls folgen, bevor er verflogen ist. Auch wenn das Risiko besteht, ausfallend zu werden. Jetzt gerade zum Beispiel.

Da hatten wir vor einer Stunde endlich mal wieder einen Termin für eine Wohnungsbesichtigung. Was an sich schon ein Grund zu feiern ist, da der Markt hier für Wohnungssuchende echt mau ist. Und die wenigen Wohnunge sind entweder jenseits von oder aber hart umkämpft.

Aber dann die Wohnung gerade: Die Lage? Ein Traum im Grünen, die Stille nur von den angesichts des Wetters geradezu enthusiastisch tirilierenden Vögeln unterbrochen. Die Buchhandlung fast in Sichtweite. Das Haus? Ein Traum im Grünen. Neubau, gepflegt, nur vier Parteien. Die Wohnung? Ein Traum im Grünen, hell, perfekte Aufteilung, darüber nur der Dachboden, einfach perfekt.

Und schon beim Betreten sehe ich als erstes den Kratzbaum und merke, wie mir ein Stein vom Herzen fällt. Und tatsächlich – die Noch-Mieter haben zwei Katzen und erzählen, dass die Nachbarn von unten auch welche haben. Perfekt, denke ich, so eine traumhaft schöne Wohnung und offensichtlich auch noch ein Vermieter, der keine Vorurteile gegenüber Katzen hegt.

Der Vermieter will sich zwar noch nicht festlegen (ganz im Gegensatz zu mir), da die Interessenten mal wieder Schlange stehen, aber ich rechne mir Chancen aus. Bis ich zum Schluss die Katzen erwähne, pro forma sozusagen. Nein, sagt der Vermieter, Katzen gehen gar nicht. Hihi, denke ich mir, Sinn für Humor hat er also auch noch, wie schön. Und will es gerade laut aussprechen, als ich merke, dass er es ernst meint.

Die Mieter in der Wohnung nebenan haben eine Katzenhaarallergie, sagt er, das hätte schon ganz viel Ärger gegeben. Bitte wie, sage ich, das sind Wohnungskatzen, die bekommt doch überhaupt niemand zu Gesicht?! Ja, trotzdem, die Nachbarn von nebenan sind da sehr empfindlich, und er will nicht noch mehr Ärger.

Hallo? (Ich habe die überempfindliche Dame gesehen, wie sie im Fenster hing – sie kauft gelegentlich Bücher bei uns, was sie in Zukunft besser überdenken sollte. Sonst entwickle ich nämlich auch mal spontan eine Allergie…)

Glück

17.03.09

Frau … äh … Mutti fragt nach “glücklichen Bildern“. Danke. Die Erinnerung an glückliche Stunden kann ich gerade nur zu gut gebrauchen. Und deshalb (und weil ich unfähig bin, mich festzulegen) gibt es auch gleich zwei Bilder, die in glücklichen Momenten entstanden sind und mich auch heute beim Ansehen noch glücklich machen.

Das Bild zeigt meine Freundin A. und mich abends nach einem langen, wunderschönen Tag, den wir in Köln am Rhein verbracht hatten. Erschöpft, von der Sonne verbrannt und mit der Erinnerung an Begegnungen, wie nur wir sie erleben konnten. Und nun zurück auf den Stufen vor unserem Lieblingspub, den Stufen, auf denen ich unzählige Stunden verbracht habe, in diesem wohl intensivsten Sommer meines Lebens. Ich war gerade vor einigen Wochen volljährig geworden und überwältigt vom Leben. Und in diesem Moment einfach nur glücklich.

Das zweite Bild ist nicht einmal ein Jahr alt, entstanden nur wenige Stunden, nachdem der Biologe und ich standesamtlich getraut worden waren. Und Glück ist gar kein Ausdruck für das, was ich in diesem Moment gefühlt habe, an unserem Lieblingsstrand in Holland, nur wir, das Meer und das kaum fassbare Wissen, nun endlich offiziell Mann und Frau zu sein.

Und auf eine ganz schicksalhafte Weise, die sich wahrscheinlich nur mir erschließt, stehen diese beiden Bilder in Verbindung, führten vom einen zum anderen.