Heute ist ein denkwürdiger Tag! Seit heute gibt es nämlich ein “Buch”, das mir gewidmet ist. Jawohl, mir, wurde ja auch mal Zeit.
Der Mann meines Herzens hat nämlich heute seine Diplomarbeit abgegeben!
Und ich bin ganz furchtbar stolz auf ihn! Jetzt muss es nur noch entsprechend honoriert werden, dass er fast neun Monate lang von morgens bis abends im Labor gestanden hat, und das trotz miesester Arbeitsbedingungen. Aber da mache ich mir keine Sorgen.
Schön war noch, wie er in wenigen Tagen über 100 Seiten runtergeschrieben hat, gestern an der Danksagung aber völlig verzweifelt ist.
Auf jeden Fall braucht sich eigentlich niemand Gedanken zu machen, dass Deutschland heute im Viertelfinale ausscheiden könnte – zur Feier des Tages werden wir gewinnen, jawohl!
Nachtrag (19:45):
Na, was habe ich Euch gesagt?
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Vor ein paar Tagen hatte ich übrigens einen Brief von der Uni in der Post. Eine offizielle Bescheinigung, hinter der ich bereits im April hergerannt war. Dabei ging es letztendlich um einen Nachweis für das Prüfungsamt, also nicht ganz unwesentlich. Zum Glück habe ich so lange nicht locker gelassen, bis der entsprechende Sachbearbeiter mir die benötigte Unterschrift schon vorab gegeben hat – was mich schon genug Nerven gekostet hat.
Nun ja, jetzt habe ich auch die offizielle, vom Dekan gegengezeichnete Fassung. Die interessanterweise auf den 18. April datiert ist, auf genau den Tag also, an dem ich zuletzt deswegen an der Uni war. Bedeutet das jetzt, dass dieses Schreiben ganze zwei Monate bei dem Dekan auf dem Schreibtisch gelegen hat, bis dieser die eine Sekunde Zeit gefunden hat, es zu unterschreiben? Es ist ja nicht so, dass Scheine irgendwie wichtig wären oder so, nein, warum denn! Wahrscheinlich kann ich mich noch glücklich schätzen, dass es nur zwei drei Monate (ich hatte den ganzen Papierkram ja schon im März eingereicht) gedauert hat…
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Es ist eine Schande. Ich bin ja Buchhändlerin (wenn auch nur noch ein paar Stunden die Woche als solche tätig), was bei mir mehr einer Krankheit als einem Beruf gleicht. So kann ich mir schon auf die Schulter klopfen, wenn ich ohne ein neu erworbenes Buch in der Tasche Feierabend mache.
Und was ist? Jetzt habe ich mal eine Woche frei und bin hochmotiviert, in dieser Zeit keine Buchhandlung zu betreten, da steckt das neue Merkheft von Zweitausendeins im Briefkasten. Gerade habe ich einen vorsichtigen Blick gewagt, und prompt ist es wieder um mich geschehen. Dann werd ich jetzt wohl mal meine Packstation-Daten raussuchen…
Erlesenes |
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Das ist jetzt schon der zweite Abend, an dem hier ein unerträglicher Gestank durch das offene Fenster in die Wohnung zieht. Riecht wie mehrere verschüttete Tonnen Pestizid. Also ähnlich wie in den U-Bahn-Stationen in Berlin Mitte.
Wenn ich das Fenster aber schließe, bekomme ich irgendwann keine Luft mehr. Läuft sowas nicht unter Umweltdelikt?
Querbeet |
Link | | Tags:keine
Ich werde nie wieder – ich betone nie wieder – eine Diplomarbeit aus dem Fachbereich Zell-/Neurobiologie zur Korrektur lesen. Damit habe ich jetzt mehr oder weniger den ganzen Tag verbracht, für meine Prüfungsvorbereitungen blieb da natürlich keine Zeit. Und jetzt bin ich platt.
Aber falls jemand Fragen zu Stammzellen im Allgemeinen und Nabelschnurblutzellen, WISH-Zellen, Tenascin und “RPTPbeta/zeta” im Besonderen hat, kann er sich vertrauensvoll an mich wenden. Ob mir jetzt nicht wenigstens ein B.Sc. zusteht?
Nachtrag:
Und wenn jemand ab der 100. Seite nur noch “Nebelschnurblutzellen” schreibt, dann lässt das auch tief blicken…
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Gerade haben wir mal durchgerechnet, wieviel uns das Drucken und Binden der Diplomarbeit von meinem Biologen, die übermorgen fällig ist, letztendlich kosten wird. Wir kamen auf ungefähr 100€ – eine Summe, die wir durchaus als eine extreme finanzielle Belastung bezeichnen können.
Nun habe ich ja inzwischen verstanden, dass Zellfärbungen bunt und deshalb im Druck so teuer sein müssen, aber warum die Uni darauf besteht, dass die Diplomarbeit in vierfacher Ausfertigung abgegeben werden muss – das verstehe ich einfach nicht. Würden nicht zwei reichen? Und könnten die sich nicht wenigstens an den Kosten beteiligen?
Ja, ich bin naiv und idealistisch, aber bei dieser Uni und insbesondere dieser Fakultät und dem betreffenden Lehrstuhl raste ich regelmäßig aus. Und ich werde mich auch noch über Details auslassen, aber erst, wenn die Diplomarbeit fertig durchgesehen und bewertet ist. Man hat ja schon Pferde kotzen sehen…
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Erwähnte ich bereits, dass ich Sprachcomputer und Kundenhotlines hasse? Gerade habe ich endlich bei unserem Telefonanbieter angerufen, um mal nach DSL zu fragen.
Ja, wir surfen immer noch mit ISDN. Eigentlich wollten wir auch erst nach dem hoffentlich in Kürze anstehenden Umzug auf DSL umsteigen, aber bei der Telefonrechnung, die gerade in der Post war, kam ich dann doch ins Grübeln. Aber es wird wohl doch vorerst bei ISDN bleiben, da ich mich sonst auf mindestens 12 Monate festlegen müsste – was bei einem Anbieter, der nicht überall verfügbar ist, ziemlich schwachsinnig wäre. Und davon mal abgesehen – es wird dann definitiv ein anderer Anbieter werden, einer, der vielleicht zur Abwechslung mal was von Service und Kundenbindung (im positiven Sinne) gehört hat. Falls es sowas in der Kommunikationsbranche überhaupt gibt.
Warum muss ich dem dämlichen Sprachcomputer erst meine Kundennummer diktieren, wenn die überaus pampige “echte” Dame sie dann nochmal wissen will? Und warum kann sie mich nicht erstmal ausreden lassen, statt mir ins Wort zu fallen und mir völlig unsinnige Angebote an den Kopf zu werfen, die mich nicht im Geringsten interessieren?
Und nachdem ich dann ergebenst gewartet hatte, bis sie mit ihrem Redeschwall fertig war, reagierte sie auch noch pikiert, weil ich nicht sofort “Ja! Super!” geschrien habe. Von ihrem Tonfall will ich erst gar nicht reden…
Die Frechheit ist, dass die mich in der Hand haben. Ich kann die ja nicht einmal damit ärgern, dass ich ab sofort weder telefoniere noch online gehe. Das schaffe ich einfach nicht…
Querbeet |
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Neulich fragte mich eine Freundin, ob sie demnächst bei mir übernachten kann, weil sie zu irgendeiner Messe will. Klar kann sie. Allerdings ist das ursprünglich so geplante Gäste- und Arbeitszimmer inzwischen längst zu einer Art Gerümpelkammer mutiert, die nur noch auf den Umzug wartet. Nicht einmal das Bett ist aufgebaut.
Bleibt also nur noch das Wohnzimmer. An sich kein Problem, das Sofa ist sehr groß, sehr breit und auch als Schlafstätte wohl recht bequem. Wäre da nur nicht das kleine sehr ausgeprägte Schnarchproblem unserer lieben Kathy, das langsam bedrohliche Ausmaße annimmt… Anstubsen bringt erfahrungsgemäß rein gar nichts, und Nasenklemmen für Katzen sind wohl auch noch nicht erfunden worden.
Na, dann wünsche ich doch eine angenehme Nachtruhe, sie soll nur nicht hinterher behaupten, sie sei nicht gewarnt worden…
Tierisch |
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