… Glühwein-Schnitten
An dieser Stelle habe ich tatsächlich die Ehre, den diesjährigen Kulinarischen Adventskalender zu eröffnen und die erste Kerze anzuzünden, getreu dem Motto: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…
Und weil die vorweihnachtlichen Gefühlen bestimmt noch nicht bei allen voll entbrannt sind und der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt bei den gegenwärtigen Temperaturen auch noch nicht so recht schmecken mag, gibt es hier nun den kleinen, aber feinen Ersatz für daheim:
Schokoladige und saftige Glühwein-Schnitten, zum Einstimmen auf Weihnachten, zum Naschen, Genießen und Verschenken. Und zum Einstieg in die Weihnachtsbäckerei ein vergleichsweise einfaches Rezept, so dass man für den bestimmt schnell benötigten Nachschub auch gleich nochmal ein zweites Blech hinterher backen kann.
Die Zutaten:
… für den Teig:
250g weiche Butter
125g braunen Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier
250g Mehl
2TL Backpulver
100g Zartbitterschokolade
50g Vollmilchschokolade
1/8l Glühwein
… für die Glasur:
250g Puderzucker
4–5EL Glühwein
… und zum Bestreuen:
Schokoraspel
Die Zubereitung
Die Eier mit der Butter, dem Zucker und dem Vanillezucker verquirlen, bis es eine schaumige Masse ergibt. Die Schokolade fein reiben.
Das Mehl und das Backpulver zu der Eiermasse geben, alles verrühren und zuletzt die geriebene Schokolade und den Glühwein dazu geben. Alles zu einem glatten Teig verrühren.
Den Backofen auf 180°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig auf das Backblech geben und glatt streichen, im vorgeheizten Backofen ca. 20min backen und dann auf dem Blech auskühlen lassen.
In der Zwischenzeit den Puderzucker sieben und mit dem Glühwein zu einer glatten Masse verrühren. Die Glasur auf dem inzwischen ausgekühlten Teig verstreichen, mit Schokoraspel bestreuen und 1 Stunde lang aushärten lassen.
Für dieses kleine Schälchen feinen Puderzucker habe ich übrigens eine Stunde lang gesiebt und mir fast eine Sehnenscheidenentzündung zugezogen – der einzige Haken an diesem eigentlich sehr leicht und schnell umzusetzenden Rezept.
Laut einer Bekannten reicht es, den Puderzucker mit der Flüssigkeit einfach fünf Minuten stehen zu lassen und dann nochmal umzurühren – dann würden sich die Klumpen von alleine lösen. Vielleicht eine Alternative, um sich das lästige Sieben zu ersparen…
Anschließend gleichmäßige Rechtecke aus dem Teig schneiden.
Die Glühwein-Schnitten am besten in einer Dose aufbewahren, dann bleiben sie schön frisch und saftig.
So wie auf dem Bild links sollten die Schnitten übrigens nach Möglichkeit nicht aussehen – ich habe sie zehn Minuten zu lang im Backofen gelassen, weil ich so sehr in das Puderzucker-Sieben vertieft war. Also waren sie leider etwas trocken.
Mit der richtigen Backzeit werden sie aber definitiv wesentlich lockerer und saftiger – das habe ich zum Glück vom letzten Jahr noch sehr gut in Erinnerung, als ich gleich mehrere Bleche davon gebacken habe.
Für alle, die ebenso fleißig wie ich jeden Tag ein Türchen öffnen werden, gibt es sogar noch etwas zu gewinnen: Drei Kochzeitschriften-Abos – mehr dazu direkt beim Kulinarischen Adventskalender!
Also viel Spaß beim Backen und allen eine schöne und fröhliche Weihnachtszeit!
Frohe Weihnachten!



1. Dezember 2006, um 09:47
Ich nehme mir dann schon mal eine Schnitte.
1. Dezember 2006, um 10:02
ich setz mich mal zu zorra und schnapp mir auch ein kleines stückchen.
die sehen wirklich lecker aus
1. Dezember 2006, um 10:16
[...] … und im Kulinarischen Adventskalender wurde das erste Türchen geöffnet. [...]
1. Dezember 2006, um 10:26
Das gefällt mir sehr gut! Tolles Rezept, super Layout.
Ich schliesse mich Zorra an und mampfe eine Schnitte mit.
Muss jetzt arbeiten und surfe später mal ein wenig hier herum. Klasse, dass man über Zorras Events immer schöne neue Blogs kennenlernt.
1. Dezember 2006, um 10:31
Das hört sich ja richtig lecker an.
Mal schauen ob ich die mal backen kann.
1. Dezember 2006, um 11:56
Ich nehme auch ein Stück!
1. Dezember 2006, um 12:22
Mmhhhhhmmm! Die mache ich morgen! Eigentlich hatte ich Brownies vor – aber dieses Rezept macht mich richtig an! Danke für die Eröffnung des Kalenders. Ellen
1. Dezember 2006, um 13:32
Wunderbar, daß es auch dieses Jahr wieder den Kulinarischen Adventskalender gibt. Ich hab mich schon riesig darauf gefreut. Wieder sehr schön gestaltet, da muß man ja ordentlich zählen.
So, und nun nehme ich mir auch ein Schnittchen!
1. Dezember 2006, um 14:05
Mmmh, klasse Einstieg in die Adventszeit!
Ist noch was da???
1. Dezember 2006, um 16:07
Die werden nachgebacken
. Toll, ich hab einen Adventskalender *freu*.
1. Dezember 2006, um 16:08
Sonst nehmen wir auch etwas Glühwein.
1. Dezember 2006, um 16:20
Wie wär’s mit beidem? Ich bin ja gut ausgerüstet, wenn auch überwältigt von dem Feedback!
Also Glühwein-Schnitten und Glühwein für alle… *kredenz*
(Das ist das Praktische an dem Rezept – es bleibt auch noch genug Glühwein zum Trinken übrig!)
1. Dezember 2006, um 16:20
Ich wusste schon, wieso ich mir einen Kaffee aufbrühte, bevor ich hierher kam
Danke für das tolle Rezept!
1. Dezember 2006, um 16:54
Einen wirklich schönen Start für den Kulinarischen Adventskalender hast Du mit Deinen Schnitten vorbereitet!
1. Dezember 2006, um 19:39
Super – nun kann der Advent kommen und ich freue mich schon auf die vielen tollen Sachen, die hinter den Türchen versteckt sind.
Lese eure Blogs erst seit kurzem und bin begeistert.
Danke!
Spätzle
1. Dezember 2006, um 20:31
Wenn das nicht auf die Adventszeit einstimmt…Dankeschön
1. Dezember 2006, um 22:12
Einen besseren Beginn hätte der kulinarische Adventskalender ja kaum habe können
Ein wirklich feiner Einstieg in die Adventszeit, lockt unbedingt zum Nachbacken!
2. Dezember 2006, um 10:12
ich schließe mich den (weihnachtlichen) jubelgesängen an … SO lasse ich mir den start in die adventszeit gefallen! da leg ich doch sofort “last christmas” auf …
2. Dezember 2006, um 19:14
Hallo,
ich habe das Rezept heute mal ausprobiert, der Kuchen ist allerdings sehr flach geblieben und von innen sieht er eher noch unfertig aus….. ist das so gewollt?? Vielleicht hätte ich mehr Backpulver nehmen müssen?
Wie sind eure Ergebnisse?
Gruß
Spätzle
2. Dezember 2006, um 19:23
@ spätzle:
Das tut mir wirklich leid. Ich habe die Schnitten dieses Jahr erst einmal gebacken, da waren sie aber leider zu lange im Backofen und daher etwas trocken.
Letztes Jahr hatte ich sie aber mehrfach gemacht, immer exakt mit den oben angegebenen Mengenangaben. Da waren sie eigentlich immer sehr locker und saftig, auch nicht mehr roh innen drin. Ich nehme aber immer eher gehäufte als gestrichene Teelöffel, kann es vielleicht daran liegen?
Wenn ich den Teig auf einem großen Backblech verteile, ist er bei mir auch sehr dünn, geht aber während des Backens ein wenig auf. Aber richtig dick werden diese Schnitten auch bei mir nicht.
Sind die Schnitten denn komplett ungenießbar? Das wäre ja wirklich furchtbar…
2. Dezember 2006, um 20:02
Super Start! Ich kenne die Glühweinschnitten, sie gehören auch zu meinem Plätzchen-Sortiment und sind immer der Renner! Ich kann das Nachbacken nur empfehlen.
3. Dezember 2006, um 14:35
@ Bine
Danke für deine mail. Naja, ich denke ich werde es nochmal probieren. Meine Tochter hat das Backpulver zugefügt – vielleicht war es etwas wenig, ich habe es nicht kontrolliert. Die Butter wurde auch nicht richtig schaumig….. also es war wohl nicht mein Tag.:sad: Auf ein Neues:mrgreen:
Gruß Spätzle
3. Dezember 2006, um 21:16
[...] [...]
7. Dezember 2006, um 12:00
Ganz feine Sache, liebe Bine!
Eine Nachbarin macht am begehbaren Adventskalender mit – und da werd ich sie doch glatt mit diesen Schnitten beglücken – die passen bestimmt! Nur das Wetter vermutlich nicht
Gruss Coriandre
9. Dezember 2006, um 20:11
oooh..das sieht ja lecker aus! die werd ich am heiligabend backen
danke für das rezept!
11. Dezember 2006, um 15:39
Nachgebacken und für gut befunden
. Danke nochmal fürs Rezept. Hier sind meine: http://kochfrosch.blogspot.com/2006/12/nachgemacht-glhweinschnitten.html
15. Dezember 2006, um 18:37
das (vermutlich) Originalrezept ist aus einem uralten Stern, wo Johann Lafer (blutjung auf dem Foto) mit Thekla Carola Wied im ZDF Plätzchen gebacken hat. Leider weiß ich nicht aus welchem Jahr mein Zeitungsausschnitt ist.Lafer nimmt selbstgemachten Glühwein mit Zitrone und Orange, Nelken und Zimt. 40g Zucker auf den viertel Liter (ist vielleicht weniger süß als der fertige?) für den Teig mehr Backpulver und keine Schokoraspel obendrauf, sondern Mandeln. Wenn jemand das Rezept möchte – ich geb es gerne weiter!
6. November 2008, um 20:43
Gruss Madeleine