Archiv fü Mai, 2007

Glücksvogel

31.05.07

Und dann ist da ein Mensch, der all den Frust mit dem aufgebrochenen Keller ausgleicht – und mehr als das.

Ich danke Dir von ganzem Herzen, cosmo, für diese wunderbare Überraschung und die unschätzbare Freude, die Du mir damit gemacht hast! Wer solch ein schönes Päckchen bekommt, ist wahrlich kein Pechvogel, ganz im Gegenteil.

pechvogel

Und nachdem ich nun schon mehrfach quietschend durch die Wohnung gehüpft bin und meine schicke neue Handtasche geschwenkt habe, versuche ich mich jetzt mal wieder zu sammeln – bevor die Katzen endgültig glauben, ich hätte den Verstand verloren.

Berufung?

27.05.07

Der Tiger von EschnapurTV-Tipp des Tages: Der Tiger von Eschnapur um 14h. Der Grund, warum ich als Kind unbedingt Tempeltänzerin werden wollte. (Ich frage mich gerade, wann und warum ich von diesem Wunsch abgekommen bin…)

Feines Ablenkungsmanöver, das. Hier gefunden und sogleich für nachahmenswert befunden. Nur eine Bitte: Keine Kellerfotos wünschen. Vor zwei Wochen hätte ich da noch eine Menge zu bieten gehabt, jetzt wäre es nur noch trostlos. Und überhaupt wäre es doch mal Zeit für einen Themenwechsel, bevor das nächste Keller-Update kommt (ja, das erste Schreiben vom Anwalt ist da).

Also bitte: Wünsche in die Kommentare!

Inzwischen sind ein paar Tage vergangen, und man sollte meinen, dass ich genug Zeit hatte, die Sache mit dem Keller zu begreifen und zumindest ansatzweise zu verarbeiten. Mitnichten. Ich habe mich zwar schon ein wenig an die Geschichte gewöhnt, bin aber nach wie vor, nicht in der Lage, sie zu begreifen. Es will mir einfach nicht in den Kopf.

Stündlich fallen mir neue Dinge auf, die nun für immer weg sind, wie zum Beispiel all meine Fotos, meine mir heiligen Erinnerungsstücke, ganze Teile meiner Vergangenheit. Nichtsdestotrotz bin ich erstaunlich gefasst, was das angeht.
Ich darf nur nicht über die Hintergründe nachdenken, dass da tatsächlich irgendwelche Dumpfbacken Hand an meine persönlichen Schätze gelegt haben und damit auch noch durchkommen sollen. Dass es tatsächlich als “Pech” tituliert und von mir erwartet wird, diese Dreistigkeit und den Verlust einfach so hinzunehmen, so zu tun, als wäre nichts gewesen.

Die Wut kocht. Nicht mit mir. Deshalb haben wir auch vor einer Woche einen Anwalt eingeschaltet, der Strafanzeige gestellt hat und nun alles Weitere in die Hand nimmt – auch wenn noch nicht abzusehen ist, inwiefern seine Bemühungen von Erfolg gekrönt sein werden. Aber eins werde ich ganz gewiß nicht tun – die Sache kampflos auf sich beruhen lassen.

Ein paar Hintergründe (die sich leider als komplizierter herausstellen als anfangs vermutet): Unser Keller war ursprünglich einer anderen, der benachbarten und gerade leer stehenden Wohnung zugeteilt. Aus welchen Gründen auch immer wurden die Keller vor elf Jahren getauscht – was auch all die Jahre kein Problem war, da trotz mehrfach wechselnder Mieter jeder immer den richtigen Keller hatte, ohne dass es Probleme mit der Zuweisung gab.
Nur dass die Wohnungsgesellschaft, der die andere Wohnung gehört, auf einmal nichts von dem Tausch gewusst haben will. Merkwürdig, dass sie trotzdem ihren Mietern immer den richtigen, also den getauschten Keller zugeteilt haben, incl. Schlüssel und allem. Und jetzt wedeln sie auf einmal mit einer seit elf Jahren unaktuellen Teilungserklärung, behaupten, sie hätten jedes Recht gehabt, unseren Keller zu räumen.

Die Ironie (unter anderem) an der Geschichte: Der Keller, der wenn überhaupt hätte geräumt werden sollen, ist leer – die Tür steht sperrangelweit auf, und er ist komplett leer. Es gab also nicht einmal etwas zu räumen.

Ein weiterer interessanter Nebenaspekt: Bislang gilt die Aktion nicht als Einbruch/ Diebstahl, da die entsprechende Absicht fehlt. Nicht dass mich die Absicht dieser Idioten auch nur ansatzweise interessieren würde, aber laut Rechtslage gilt eine Räumung nicht als Diebstahl, da die entwendeten Gegenstände entsorgt werden (wobei mich noch am allermeisten aufregt, dass überhaupt nicht differenziert wird, ob die Räumung rechtens war oder nicht – dass die den falschen Keller aufgebrochen haben, scheint kaum eine Rolle zu spielen).
Dumm nur, dass sich einer von dem Räumungskommando einem Nachbarn gegenüber verplappert und gesagt hat, dass er für die Möbel schon jemanden an der Hand habe. Und schon ist die Absicht eine ganz andere.

Es bleibt also spannend…

Manchmal würde ich schon gerne tauschen…

satt

An dieser Stelle möchte ich insbesondere an das Mitgefühl meiner weiblichen Leser appellieren: Alle meine Taschen, bis auf eine, sind ebenfalls weg. Ich bin eine 28-jährige Frau mit exakt einer Handtasche.

Erst so nach und nach dämmert mir überhaupt das ganze Ausmaß des Schreckens, wieviel einfach weg ist. Weg. Weil der Keller bis unter die Decke voll war, weil wir dort noch so vieles nach dem Umzug zwischengelagert hatten – wie eben alle meine Handtaschen bis auf eine und ungefähr die Hälfte meiner Klamotten.
Und wahrscheinlich wird es auch noch Monate so weitergehen, dass uns häppchenweise immer neue Sachen einfallen, die weg sind.
Und die lapidare Stellungnahme (wenn man es denn überhaupt so nennen kann) der Verantwortlichen: “Pech.”

Geduldsfaden

16.05.07

Sollte in den nächsten Tagen nochmal jemand auf die Idee kommen, mir zu sagen, ich solle sachlich bleiben, und das, obwohl ich angesichts der ganzen Ungeheuerlichkeiten noch unglaublich beherrscht bin – dann wird er mich zur Abwechslung mal unsachlich erleben. Und dann gute Nacht.

Verlust

15.05.07

Unsere Verlobungsdecke, auf der mir mein Biologe den Heiratsantrag gemacht hat – auch weg.