Archiv fü Juni, 2007

Lobhudeleien

30.06.07

Das Sternchen möchte gerne gebauchpinselt werden ein Stöckchen bearbeitet haben. Ihr Wunsch sei mir Befehl, zumal es sich um ein wirklich nettes Stöckchen handelt. Nein, das ist kein “Fishing for compliments”, sondern eine ganz wunderbare Gelegenheit, um Tatsachen loszuwerden. Nun denn:

Ich mag des Stöckchenwerfers Blog, weil:
sie mich schon frühzeitig mit einem ganz wunderhübschen selbstgestrickten Schal bestochen hat Du so herrlich direkt und ohne überflüssige Schnörkel aus Deinem Leben erzählst, manchmal ernst, oft zum Schreien komisch, bissig und authentisch.

Das Interessante an Deinem Weblog:
Du scheinst tatsächlich zu glauben, Deine Leser würden Dir immer noch Deine vermeintliche Unschuld abkaufen. Und es macht einfach Spaß, Dich bei Deinen Bemühungen zu beobachten, diese Illusion aufrecht zu erhalten. Heiligenschein – ne, is’ klar!

Darum lese ich Dein Blog:
Weil mich Deine Geschichten immer wieder zum Lachen bringen, und weil Du immer so schreibst, dass man Deine Gedanken und Gefühle so wunderbar nachempfinden kann (zumindest bilde ich mir das ein). Und weil ich Dich inzwischen zumindest auch vom Telefon her kenne und und genau diese Person in dem Blog wiederfinde.
Außerdem entdecke ich immer wieder Parallelen, wie zum Beispiel Deine ähnlich bekloppte Kuh.

Ich mag Dich als Person, weil:
… Du sehr authentisch bist, sehr direkt, humorvoll und lebenslustig. Weil sich mit Dir wunderbar Werbeunterbrechungen überbrücken lassen. Und natürlich, weil Du meine Naschsucht teilst. Und ein kleines Biest biste natürlich auch.

Ich habe Deine Seite hier gefunden:
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich meine, es wäre über den Biochomiker gewesen. Und dann bin ich hängen geblieben.

Und das Stöckchen geht weiter:

  • zurück an das Sternchen (Rache muss sein),
  • zu Okavanga (schon allein weil sie so ungeduldig war und es nicht abwarten konnte, und weil Sternchen es so prophezeit hat),
  • zu Cosmomente,
  • zum Seelchen und
  • zu Emily.

Fehlalarm

29.06.07

Gerade versehentlich eine CD eingelegt, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit einem Virus infiziert ist. Mit dem Virus, der letztes Jahr den PC meiner Mutter lahm gelegt hat.

Kurze Schrecksekunde. Tief durchgeatmet und realisiert, dass ich vor einem iBook sitze. Für die Zukunft vorgenommen, solche CDs ab sofort deutlich zu kennzeichnen, nur so, sicher ist sicher.

linseAuch wenn ich mich inzwischen an die Brille gewöhnt habe, gibt es doch diverse Dinge, die mich im Alltag stören bzw. einschränken – dass sie regelmäßig beschlägt, dass sie sich im Regen doch als eher unpraktisch erweist und dass sie sich nicht mit all meinen geliebten Ohrringen kombinieren lässt. Beispielsweise.

Also mussten Kontaktlinsen her. Wobei ich vielleicht erwähnen sollte, dass ich vor über zehn Jahren bereits recht traumatisierende Erfahrungen mit Kontaktlinsen sammeln durfte, zumindest mit einer. Damals brauchte ich nur eine, und die musste aus irgendwelchen Gründen auch noch eine harte sein. Furchtbar, wirklich.
Ein paar Wochen lang habe ich tapfer gekämpft, aber nachdem ich zum x-ten Mal tränenüberströmt und mit schwarzen Schlieren im Gesicht aus dem Unterricht rennen musste, war es vorbei. Zumal es eine nicht wirklich schwere Entscheidung war, da ich auch ohne Sehhilfe noch gut gucken konnte und es deshalb kaum einen Grund gab, sich permanent mit diesem Fremdkörpergefühl im Auge herumzuschlagen.

Inzwischen bin ich ohne Sehhilfe so gut wie aufgeschmissen, aber da der Optiker meines Vertrauens meinte, dass es inzwischen auch für meine Hornhautverkrümmung weiche Kontaktlinsen gibt, habe ich mich auf einen erneuten Versuch eingelassen. Weiche Monatslinsen. Und was soll ich sagen?
Ich bin begeistert! So flutschig und wabbelig die Teilchen auch sind – ich merke nichts, rein gar nichts davon, wenn ich sie trage. Und das vom ersten Einsetzen an. Was allerdings auch Nachteile hat, da ich gestern gleich die erste geschrottet habe.

Ich hatte mich zwar draußen etwas über meine seltsam verzerrte Sichtweise gewundert, mir aber weiter keine Gedanken darüber gemacht – bis ich die Linsen daheim herausnehmen wollte. Nicht schön, wenn man verzweifelt an seiner Pupille herumfingert, nur um irgendwann feststellen zu müssen, dass da gar keine Linse ist. Offenbar war sie mir kurz nach dem Einsetzen wieder aus dem Auge geflutscht, anders lässt sich dieses traurige verschrumpelte Etwas auf dem Küchenboden wohl kaum erklären.

Was beweist, dass ich diese Linsen wirklich nicht spüre, sonst hätte ich den Verlust wohl früher bemerkt. Und da diese Monatslinsen nicht nur vom Tragekomfort, sondern auch vom Preis her unschlagbar sind, lässt sich dieser kleine Verlust schon mal verkraften.

Letzte Woche noch habe ich im Drogeriemarkt vor dem Regal mit den Gesichtscremes gestanden, das schier unglaubliche Sortiment an Antifalten-Produkten bestaunt und mich gefragt, wann es wohl bei mir soweit sein wird.
Heute morgen musste ich feststellen, dass es zu spät ist, um noch vorbeugend einzugreifen. Aber vielleicht kann ich den Zeichen der Zeit ja noch mildernd entgegenwirken.

Morgen also auf der Tagesordnung: Die erste Antifaltencreme meines Lebens kaufen (und vielleicht gleich noch so komische Ampullen für die Augen?), bevor ich schon in Kürze als chinesischer Faltenhund auf Ausstellungen prämiert werde. Buah.

“Dein Bauchnabel riecht nach Knoblauch!”

Sehr nett, wie der kleine Kotzbrocken die liebe kleine Kathy gerade zielsicher gleich in beide Lieblingsschuhe des Biologen gereiert hat. Und das, nachdem wir uns gerade überlegt hatten, das Zyperngras doch vom Balkon ins Wohnzimmer umzusiedeln.
Aber wie immer hätte es schlimmer kommen können – wenn er es zum Beispiel erst morgen früh beim Anziehen gemerkt hätte …

Und nun zu meiner Frage an die anderen Dosenöffner, von denen es hier in KBD ja einige gibt: Wie handhabt Ihr das mit den Zimmerpflanzen?

Da das meiste Grünzeug ja giftig oder zumindest nicht sehr gesund ist, hatten wir uns für Zyperngras entschieden, was wiederum ein 1A-Brechmittel ist. Und die Katzen damit unbeaufsichtigt lassen, so dass sie womöglich unkontrolliert (und auch noch unbemerkt) überall hinreiern, auf den Teppich, das Sofa usw. … Nein danke!
Aber es muss doch trotz Katzen irgendeine Möglichkeit geben, die Wohnung mit ein paar Pflanzen aufzuhübschen, oder etwa nicht? Ich bitte dringendst um Anregungen. Danke.

Jammerlappen

22.06.07

Es ist definitiv nicht fair, dass ich bei diesen Temperaturen und vor allem einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von 100% krank bin und meine Tage unter der Wolldecke mit einer heißen Tasse Erkältungstee in der Hand verbringe. Schwitzkur par excellence. Von den gehässigen Fellgurken, die sich auch noch darüber freuen und einen nicht unbeträchtlichen Teil zu der Wärmeentwicklung beitragen, mal ganz zu schweigen.

Und muss mir jede profane Erkältung immer gleich auf die Bronchien schlagen? Durchschnittlich zwar nur einmal im Jahr, aber das dann bitte demnächst wieder im Winter, danke! Und überhaupt. Ach, und dieses fiese Kratzen im Hals, das mich fast die ganze Nacht wach hält, weshalb mir tagsüber alle naselang die Augen zu fallen …

Was mich an das Stöckchen von Fräulein Anna erinnert, die gerne gewußt hätte, was ich so an typisch männlichen bzw. weiblichen Eigenschaften zu bieten habe.

Ganz klar meinem nicht vorhandenen y-Chromosom anzurechnen:

  • Wenn ich krank bin, suhle ich mich gerne in meinem Leid und lasse mich mit Begeisterung betüddeln (Betonung auf “krank sein”).
  • Ich heimwerkere für mein Leben gerne.
  • Ich fluche viel, laut und aus tiefstem Herzen, sobald ich hinter dem Lenkrad sitze.
  • Ich mag Star Wars (allerdings musste der Biologe mich erst bekehren).
  • Dank meiner Ausbildung zur Buchhändlerin habe ich prächtige Fußballerwaden entwickelt – was sich zum Glück inzwischen gelegt hat.
  • Ich trinke gerne Whisk(e)y – selten, nur guten und den nur in Maßen, aber mit ganz viel Genuß.
  • Ich reagiere ganz allergisch auf Zickengetue (außer ich zicke selber, das zählt natürlich nicht).
  • Ich bin durchaus in der Lage, einen Videorecorder zu programmieren, und gebe Fernbedienungen sowieso nie aus der Hand.
  • Ich besitze keinen Lippenstift, nicht einen.

Meinem durchaus und gleich in doppelter Ausfertigung vorhandenen x-Chromosom zu verdanken:

  • Viehzeugs mit mehr als vier Beinen bleibt mir bitte tunlichst vom Leib. Zur Not schreie ich auch um Hilfe.
  • Ich liebe Schmuck im Allgemeinen und Ohrringe im Besonderen, Handtaschen (schnüff) und Schuhe sowieso.
  • Ich bin extrem pingelig, was das “Ambiente” in meiner unserer Wohnung angeht.
  • Ich bin sehr mitteilungsfreudig.
  • Ich halte die Star Wars-Reihe für eine der besten Komödien überhaupt.
  • Mir kommen bei so ziemlich jedem Film die Tränen (außer bei Star Wars).
  • Wenn mir nicht gerade zu warm ist, friere ich ständig – weshalb ich auch im Sommer nie auf die Wolldecke auf dem Sofa verzichten könnte (außer jetzt gerade).
  • Ich stehe immerzu auf Kriegsfuß mit meinen Haaren.
  • Ich rasiere mir sogar die Knie, rein prophylaktisch.
  • Mein Orientierungssinn ist ganz ausgezeichnet.
  • In Drogeriemärkten verfalle ich gleich nach Betreten in einen Kaufrausch, der sich gewaschen hat – schließlich verdienen Haut und Haar auch mal Abwechslung.
  • Egal, wie groß bzw. klein meine jeweilige Handtasche ist – in ihr herrscht Chaos, was immer wieder zu hektischem Gewühle führt.

Wenn ich daheim bin, gibt es derzeit zwei Möglichkeiten: Entweder ist es schön draußen, so dass ich mich vorzugsweise auf dem Balkon in der Sonne verlustiere, oder es ist nicht so schön draußen, dann verlustiere ich mich eben in der Wohnung – vorzugsweise vor dem Laptop.
Nur dass diese Option nicht wirklich hält, was sie verspricht: Schon seit Tagen fängt es prompt an zu donnern, sobald ich online bin – was für mich als Angsthasen bedeutet, sofort alle Strippen zu ziehen und das Internet Internet sein zu lassen.

Ich bin mal gespannt, wann es jetzt losgeht – auch wenn es mich heute gar nicht mal so stören würde, da ich ein wenig verschnupft bin, den Großteil des Sonntags pomadig auf dem Sofa verbringe und dem wechselhaften Wetter so die Tour vermassele. Das nur als kleiner Zwischenstand; morgen bin ich wieder fit, wie ich soeben beschlossen habe.