Die Verkäuferin, die mir mitten im Laden den BH an den Leib presste, friemelte und zurechtzupfte, um zu beweisen, dass er meinen Zweifeln zum Trotz nicht zu groß ist, war auf jeden Fall äußerst engagiert.
Aber wenigstens musste ich nicht wie meine Freundin den Hüpftest machen, um auch ja aller Welt den Sinn und Zweck eines Sport-BHs zu illustrieren.
Weiblich |
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Heute: Mit einem Mann über Farben diskutieren zu wollen.
Beziehungskiste |
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Es gibt derzeit einen, aber auch wirklich nur einen Grund, warum ich weinen mag, mich nur mit Mühe beherrsche und versuche, den Gedanken nicht die Oberhand gewinnen zu lassen – den Gedanken ans Meer.
Ich war immer schon sehr anfällig für Fernweh. Nachdem ich das erste Mal in London war, hat es mir wochen- und monatelang förmlich das Herz zerrissen, nicht sofort und auf der Stelle dorthin zurückkehren zu können. Doch solches Fernweh ist harmlos verglichen mit dem Meerweh, das mich nicht erst befallen muss, das immer da ist, allgegenwärtig. Und gerade besonders ausgeprägt.

Meer. Weite. Unendlichkeit. Ruhe. Frieden. Grenzenlosigkeit und das Gefühl, wie die Wellen an den Füßen lecken, zart, verführerisch, wie ein Lockruf. Das Salz auf der Haut, in den Haaren und auf der Zunge, das Wissen, alles andere zurückgelassen zu haben. Der Sand, überall, der auch nach Tagen und Wochen noch untrüglich daran erinnert, wo man war – am Meer.
Dieses Meerweh ist zäh, hartnäckig und so konkret. Es tut weh. Es bedrängt mich, verzerrt mich, lässt mich verzweifelt und vor allem sehnsüchtig zurück, mit nur einem Wunsch. Ich will ans Meer. Das Meer ist meine Droge.
Blickwinkel |
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Hier gefunden und gleich als Lückenfüller missbraucht.
Das Leben ist… unerschöpflich.
Sterben müssen heißt… Endgültigkeit.
Menschen können… mich immer wieder zutiefst überraschen.
Menschen sollten… sich das Denken angewöhnen.
Die Welt braucht… Gleichgewicht.
Das Wichtigste im Leben ist… sich nicht aufzugeben.
Unwichtig ist… so vieles, das sich oft trotzdem nur schwer ausblenden lässt.
Vergangenheit ist… das, was uns prägt.
Zukunft bedeutet… Möglichkeiten.
Zeit ist… begrenzt.
Liebe ist… grenzenlos.
Freunde haben ist… Seelennahrung.
Glück ist… der Sinn von alldem.
Gefühle sind… der helle Wahnsinn.
Konflikte bedeuten… Kompromisse.
Hoffnung ist… unbezahlbar.
Glauben können ist… ein Geschenk.
Träume sind… manchmal ganz schön hinterhältig.
Visionen sind… Chancen.
Veränderung bedeutet… Abschied und Aufbruch.
Stagnation bedeutet… aufzugeben.
Ich brauche… Sicherheit.
Angst habe ich vor… mir selbst, manchmal.
Mut bedeutet… unbeirrt nach vorne zu schauen.
Das Allerschwerste ist… zu begreifen, was in manchen Menschen vorgeht.
Es ist so leicht… Schönes in der Welt zu entdecken, wenn man nur hinschaut.
Verlieren bedeutet… es zumindest versucht zu haben.
Gewinnen heißt… Einsatz gezeigt zu haben.
Perfekt sein bedeutet… authentisch zu sein.
Versagen bedeutet… umdenken zu müssen.
Verlust ist… eine ständige Bedrohung.
Schmerz ist… vor allem subjektiv.
Arbeiten bedeutet… bestenfalls Erfüllung.
Geld bedeutet… Möglichkeiten.
Leistung ist… heutzutage so ein negatives Wort.
Stärke ist… Kampfgeist.
Phantasie kann… das Leben so unendlich erweitern.
Kreativität ist… Bilder im Kopf Gestalt annehmen zu lassen.
Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen… sollten lieber erstmal an sich selber arbeiten.
Gesundheit für meine Lieben… kann ich mir nur wünschen.
Gerechtigkeit… - bitte.
Ein Leben in Einklang …will ich erreichen.
Begeisterungsfähigkeit und Einfühlungsvermögen …mag ich an mir besonders.
Sturheit und übertriebenes “Gedanken machen” …hasse ich an mir.
Strandgut |
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Sie ist weg …
Tierisch |
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Was auch immer Nyxon uns da untergeschoben hat – ein niedliches kleines Katzenkind ist es ganz sicher nicht. Eher im Gegenteil.

“Monster” würde es besser treffen, vor allem weil es ihr liebster Zeitvertreib zu sein scheint, uns alle hier in den Wahnsinn zu treiben.
Sie versucht, die Türen einzutreten und den Schaukelstuhl zu fressen. Sie zerfetzt die Gardinen. Sie beißt und haut alles und jeden, mit Vorliebe Kathy und Snukems, und findet das offenbar auch noch wahnsinnig lustig. Sie zeigt null Respekt. Sie weigert sich, irgendwelche Autoritäten anzuerkennen. Sie spielt Fußball mit dem Trockenfutter. Und mit unseren Zahnbürsten. Sie befreit alle Flächen von unnützem Dekokram. Sie haut einem ständig ihren Kopf mitten ins Gesicht. Sie kann ihre Zunge nicht bei sich behalten. Sie gibt einfach keine fünf Minuten am Tag Ruhe.
Und gleichzeitig schafft sie, absolut hinreißend zu sein – wir können uns einfach nicht entscheiden, ob wir ihr den Hals umdrehen oder sie adoptieren sollen.
Tierisch |
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Als er vor einem knappen Jahr mit seinem Diplom fertig war, hatte mein Biologe genau zwei Möglichkeiten.
Er hätte fast ein ganzes Jahr auf seine Diplomurkunde warten können, um sie dann im Rahmen eines Festes ganz offiziell und feierlich überreicht zu bekommen. Oder er hätte sie sich direkt aushändigen lassen können – was er dann auch getan hat.
Unter einer Bedingung: Er musste unterschreiben, dass er definitiv nicht und auf gar keinen Fall bei dem Fest diesen Sommer erscheinen würde. Und zwar genau so – es ging nicht darum, dass er logischerweise auf die Überreichung verzichten sollte, nein, es ging darum, dass er das Fest an sich meiden sollte.
Eine mehr als merkwürdige Regelung, aber bitte – das kann ja jeder für sich selbst entscheiden, und für den Biologen war es sicherlich kein Verlust, dort nicht noch einmal antreten zu müssen. Die neun Monate Diplomarbeit an diesem Lehrstuhl haben gereicht, so dass die Erinnerungen wirklich keiner Auffrischung bedürfen.
Und dann vor einiger Zeit dieses Schreiben in der Post mit der Einladung zu eben jenem Fest – schließlich sei die Bindung der Absolventen an ihre Alma mater doch so wichtig, und davon abgesehen wolle der Dekan ihm doch so gerne persönlich gratulieren.
Schade eigentlich – nach diesem anrührenden Schreiben hätte mein Biologe es sich vielleicht doch noch mal überlegt. Aber er darf ja nicht.
Campus |
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