Archiv fü Januar, 2008

Lieber Postbote,

solltest Du für mich bestimmte Büchersendungen nochmal einfach vor dem Haus auf dem Boden ablegen, werde ich Dir eben jene höchstpersönlich um die Ohren hauen müssen.

Herzlichst,

Bina

serotonic fragt nach den Most fuckable VIPs – eine Frage, über die ich gestern beim Einschlafen erstmal in Ruhe nachdenken musste. Schließlich konzentrieren sich all meine Begierden voll und ganz auf den Biologen, weshalb mir solche abweichenden Gedankengänge natürlich völlig fremd sind.

Und dann war der Weg nicht weit zu Jared Leto – damals, bei Willkommen im Leben, die Heizungskeller-Szene. Eingeweihte werden wissen, was ich meine. Hach. Und dann der Frust, dass es diese wunderbare Serie immer nur als unbezahlbaren UK-Import zu kaufen gab. Oder? Gerade zum Aufwachen eine vorsichtige Suchanfrage gewagt – und tatsächlich! Es gibt sie inzwischen, die Willkommen im Leben – Box! Seitdem sitze ich hyperventilierenderweise auf dem Sofa und versuche meinen Biologen davon zu überzeugen, dass diese Box allen finanziellen Engpässen zum Trotz absolut unverzichtbar ist.

Sein Kommentar: Ich könne sie mir doch zum Geburtstag wünschen. Der ist ja auch schon in knapp drei Monaten. Narf.

(Die Liste kommt natürlich auch noch – wenn ich mich ein wenig erholt habe.)

Gestern kurz vor dem Ins-Bett-Gehen erzählt mir der Biologe, er hätte die Nacht zuvor kaum geschlafen, da ich mich mehrmals so komische Geräusche gemacht hätte, als würde ich unter Atemnot leiden.

Das erzählt er mir quasi auf dem Weg ins Bett. Erst kann ich ganz lange überhaupt nicht einschlafen, weil ich mich so auf mein Atmen konzentriere. Und kaum dass ich dann doch endlich in einen leichten Schlaf hinüber geglitten bin, weckt er mich – ich würde mit den Zähnen knirschen. Ach was. Welch Wunder, dass ich angespannt war. Und wie gut, dass die bald anstehende Fortbildung in München kurzfristig abgesagt wurde, so dass der Biologe die nächste Zeit erstmal gut auf mich aufpassen kann.

Schwarze Nudeln, schwarzer Reis, schwarze Linsen – ich sollte gelegentlich mal mein Kaufverhalten überdenken.

schwarz

Steht gerade so ein Anzugträger vor der Tür und will wissen, ob Mama oder Papa da sind. Ich fasse das mal als Kompliment auf, zumal der Typ selbst erstmal in mein Alter kommen soll.
Kleiner Tipp an dubiose Telekommunikationsunternehmen: Verkaufen geht anders.

Ich meine mich noch gut daran erinnern zu können, dass es schon während meiner Jugend ordentlich abgedichtete Kopfhörer bzw. Ohrstöpsel gab. Also solche, die nicht alle im Umkreis von zwei Kilometern zufällig Anwesenden gleich mitbeschallen. Wo liegt also das Problem?
Dass es Menschen gibt, die bestrebt sind, sich auch die letzte verbliebene Hirnzelle noch wegzuwummern – kein Thema, zumal bei dem Großteil der Betreffenden ein Blick ausreicht, um zu wissen, dass es darauf auch nicht mehr ankommt.
Aber müssen sie ihre Mitmenschen auch noch mit ihrem BummBummBumm, Verzeihung, ihrer Musik quälen? Ich singe doch auch nur unter der Dusche!

Womit wir beim eigentlichen Problem wären: Ich rege mich zu viel auf. Ich rege mich nicht nur viel zu viel auf, nein, ich rege mich noch dazu leidenschaftlich gerne auf. Bis jetzt habe ich das immer auf mein Temperament geschoben und ganz gut damit gelebt, aber seit der Biologe mich immer öfter als Rumpelstilzchen tituliert … Nein, es muss sich was ändern. Also bleibt der Vorsatz für dieses Jahr: Weniger aufregen, mehr ignorieren. Vielleicht sogar so etwas wie die viel beschworene innere Ruhe entdecken.

Für Tipps, wie sich dieser Vorsatz auch in die Tat umsetzen lässt, bin ich natürlich sehr dankbar. (Okay, nicht mehr vor die Tür gehen, den ÖPNV meiden, den Fernseher abschaffen – soweit war ich auch schon …)

Zugenommen oder abgenommen? Zugenommen. Ich glaube, sogar an den Ohrläppchen. Weiter zu den Vorsätzen, bitte.

Haare länger oder kürzer? Kürzer.

Mehr Kohle oder weniger? Mehr, auch wenn das Konto gegen Ende des Monats genauso leer ist wie 2006 auch immer. Mh.

Mehr davon ausgegeben oder weniger? Anscheinend mehr. Dabei bin ich doch sooo sparsam.

Mehr Sport getrieben oder weniger? Zählt ein Umzug als Sport?

Mein hirnrissigster Plan? Mir selbst die Haare zu blondieren, um vom Dunkelbraun wieder zurück zu meiner Naturhaarfarbe zu kommen. Doch noch ein Beweis für meine Sparsamkeit, ha.

Die gefährlichste Unternehmung? Den Mietvertrag vor dem Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Aber es hat sich gelohnt.

Teuerste Anschaffung? Viele kleine zusammengenommen.

Das leckerste Essen? Sushi.

Das beeindruckendste Buch? Extrem laut und unglaublich nah von Jonathan Safran Foer.

Das witzigste Buch? Großmama packt aus von Irene Dische.

Der ergreifendste Film? Es war mehr das Jahr der Serien, allen voran Grey’s Anatomy. Und “ergreifend” trifft es wohl ziemlich gut.

Die beste CD? Auch bei mir: Back to Black von Amy Winehouse. Und der Grey’s Anatomy Soundtrack.

Das schönste Konzert? Konzert im weitesten Sinne: Riverdance. Mal wieder.

Die meiste Zeit verbracht mit…? Meinem Biologen.

Die schönste Zeit verbracht mit…? Meinem Biologen.

Vorherrschendes Gefühl 2007? Zuversicht.

Was 2007 zum ersten Mal im Leben getan? In der eigenen Wohnung daheim gefühlt. Sushi gegessen.

Was 2007 nach langer Zeit wieder getan? Das Leben in vollen Zügen genossen. Nicht immer, aber oft.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Den Biologen in die Notaufnahme bringen zu müssen. Der leergeräumte Keller gepaart mit dem Verlust in Höhe von 15.000€ (die unbezahlbaren Dinge gar nicht mitgerechnet). Unsere grenzdebilen Nachbarn mit ihrem Platzhirsch-Gebaren.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Sich des eigenen Werts bewusst zu werden.

Erfolgreich gewesen? Ja.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? Meine Liebe.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? Seine Liebe.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? “Ich hab den Job.”

2007 mit einem Wort? Aufstieg.

Ich habe jetzt auch einen Twitter-Account. Allerdings verstehe ich den Sinn und Zweck noch nicht so ganz – wenn mir den jemand erklären könnte, bitte bitte?