Archiv für die Kategorie 'Leckerbissen'

Schwarze Nudeln, schwarzer Reis, schwarze Linsen – ich sollte gelegentlich mal mein Kaufverhalten überdenken.

schwarz

Zorra vom Kochtopf hat sich auch dieses Jahr wieder die Mühe gemacht, den Kulinarischen Adventskalender auszurichten, so dass wir uns wieder auf viele weihnachtliche Gaumenfreuden freuen dürfen (wie jene, die sich hinter den ersten vier Türchen schon gezeigt haben).
Aber es warten nicht nur kulinarische Festgenüsse, sondern auch – mit ein bisschen Glück – drei hochwertige Preise. Die entsprechende Gewinnfrage verbirgt sich hinter dem 24. Türchen – viel Glück.

Ich habe dieses Mal die Ehre, mich um das 5. Türchen kümmern zu dürfen – mit meinem allerliebsten Familienrezept. Ein Rezept, das zunächst sehr schlicht und unauffällig, ja harmlos daherkommt, dafür aber mit einem grandiosen Geschmackserlebnis aufwarten kann. In diesem Fall zählen also vor allem die inneren Werte!

berliner brotBerliner Brot ist für mich untrennbar mit Weihnachten verbunden. Gemeinsam mit Tee oder Glühwein am Küchentisch sitzen, Haselnüsse halbieren, die Zutaten abwiegen und dann den Duft des Teiges im Backofen einatmen – das sind die Momente, die für mich jedes Jahr erneut die Vorweihnachtszeit einleiten, mir das erste Mal im Jahr weihnachtliche Gefühle bescheren. Und ich bin fest entschlossen, diese Tradition fortzuführen – den Biologen habe ich auf jeden Fall schon längst von dem Rezept überzeugt.

Berliner Brot

Die Zutaten:

  • 4 Eier
  • 500g braunen Zucker
  • 130g Zuckerrübensirup
  • 2 Fläschchen Rum-Aroma
  • 1 gute Messerspitze gemahlenen Nelkenpfeffer (Piment)
  • 2 EL Zimt
  • 200g geriebene Schokolade
  • 500g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 300g halbierte Haselnüsse

Die Zubereitung:

  1. Die Eier mit 4 EL warmem Wasser schaumig schlagen, nach und nach den Zucker dazugeben und alles gründlich miteinander verquirlen.
  2. Die anderen Zutaten alle nach und nach unterrühren.
  3. Den Teig auf ein großes, mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen (ca. 1/2 – 1cm dick) und im vorgeheizten Backofen bei 200°C (Umluft) 20 – 30 min lang backen.

berliner brotDas war es auch schon – die Zubereitung selbst ist denkbar einfach, wirklich kritisch ist nur die Backzeit. Die Teigmasse sollte auf jeden Fall noch recht weich sein, wenn man sie aus dem Backofen holt, da sie beim Auskühlen noch nachträglich aushärtet. Und das ist das Problem – holt man das Berliner Brot zwei Minuten zu früh aus dem Backofen, ist es innen noch pampig, wartet man aber zwei Minuten zu lange, kann man sich daran die Zähne ausbeißen.
Im Idealfall sollte das Berliner noch weich sein, aber trotzdem Biss haben und leicht knusprig sein – was mir auch mit jahrelanger Erfahrung nicht immer gelingt. Aber zum Glück schmeckt es so oder so!

berliner brotBei meinem ersten Versuch in dieser Saison habe ich das Rezept zudem ein wenig abgewandelt: Das Rum-Aroma habe ich durch einen ordentlichen Schuss Weinbrand ersetzt und einen Teil des Zuckers durch Vollrohrzucker – wegen des kräftigen karamelligen Geschmacks. Und ich habe 100g Vollmilch- und 100g Zartbitter-Schokolade genommen, damit das Berliner Brot nicht zu süß wird.

Prinzipiell lässt sich das Berliner Brot durchaus einige Zeit in einer Blechdose lagern (am besten mit Küchenpapier zwischen den einzelnen Lagen) – allerdings ist es wohl in den allermeisten Fällen viel zu schnell verzehrt, als dass es überhaupt noch etwas zu lagern gäbe.

Ich wünsche allen eine schöne und vor allem auch genussfreudige Weihnachtszeit!

Autark

01.07.07

Noch vor kurzem hätte mir so etwas fern gelegen, sogar ganz fern, aber auch wenn der Biologe mich inzwischen schon als seine Bäuerin tituliert – es ist sehr befriedigend, für das Mittagessen nur mal kurz mit der Schere auf den Balkon gehen zu müssen.
Ein bisschen Lollo Bianco, ein paar Blätter Lollo Rosso, ein Bündel Rucola und einige Stängel roter Sauerampfer ernten – und fertig ist der bunte Salat aus eigenem, streng biologischem Anbau, der zudem noch wesentlich knackiger und schmackhafter ist als das labberige Zeug aus dem Supermarkt.

Jetzt fehlen mir nur noch ein Olivenhain (für das Öl), ein Weinberg (für den Balsamico), ein Maisfeld und ein Schaf (für den Feta), dann bin ich quasi autark – zumindest was den Salat angeht, von dem ich gerade jetzt im Sommer (ja klar, welcher Sommer, fragt sich jetzt vielleicht manch einer, aber es schimpft sich nun mal so) gar nicht genug bekommen kann. Was auch gut so ist, schließlich wächst das Zeug wie Unkraut, so dass ich mit dem Ernten kaum noch nachkomme.
Kurzzeitig hatte ich auch schon an kleine Vitamin-Päckchen für besonders liebe Blogger nachgedacht, aber das Endergebnis wäre wohl doch eher traurig, also muss ich mich wohl weiterhin selbst daran gütlich tun …

salat

Ich muss gestehen, dass ich noch nie Sushi gegessen habe. Weil sich bislang einfach noch nie die Gelegenheit ergeben hat, und weil es mir auch nicht so ganz geheuer ist, rohen Fisch zu essen.

Nun hätte ich die nächsten zwei Wochen lang die Möglichkeit, recht günstig einen Versuch zu starten – und kann mich nicht entscheiden. Soll ich das (zumindest finanziell eher geringe) Risiko eingehen, dass ich womöglich nach dem ersten Bissen genug habe, dass ich mich vielleicht ganz schrecklich blamiere, weil mir schlecht wird? Irgendwie bin ich fies davor, gleichzeitig reizt es mich auch. Irgendwas muss ja dran sein an dem Zeug. Sollte ich es nicht wenigstens einmal probiert haben, nur damit ich hinterher schlauer bin? Kann und soll ich mich überwinden? Und ist das wirklich essbar?

Ich bitte um Rat, ob ich wirklich ein paar Euro investieren soll oder besser gleich die Finger davon lasse. Also bitte ab in die Kommentare mit den Meinungen!

… Glühwein-Schnitten

An dieser Stelle habe ich tatsächlich die Ehre, den diesjährigen Kulinarischen Adventskalender zu eröffnen und die erste Kerze anzuzünden, getreu dem Motto: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

Und weil die vorweihnachtlichen Gefühlen bestimmt noch nicht bei allen voll entbrannt sind und der Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt bei den gegenwärtigen Temperaturen auch noch nicht so recht schmecken mag, gibt es hier nun den kleinen, aber feinen Ersatz für daheim:

Schokoladige und saftige Glühwein-Schnitten, zum Einstimmen auf Weihnachten, zum Naschen, Genießen und Verschenken. Und zum Einstieg in die Weihnachtsbäckerei ein vergleichsweise einfaches Rezept, so dass man für den bestimmt schnell benötigten Nachschub auch gleich nochmal ein zweites Blech hinterher backen kann. Den Rest des Beitrags lesen »

Auch wenn es hier die letzten Tage und Stunden ein wenig ruhig war, heißt das nicht, dass ich untätig gewesen wäre. Ich habe gefriemelt und gebastelt, mich ohne jede Ahnung und mit entsprechend mulmigem Gefühl mit Datenbanken und .htaccess-Dateien auseinandergesetzt, letztendlich alle Probleme bewältigt… und mir ein Zweitblog eingerichtet.

Ein kulinarisches Blog, in dem ich mich dann bedenkenlos über Rezepte, Küchenexperimente und Sonstiges rund ums Essen auslassen kann, ohne gleichzeitig dieses Blog hier damit zu überfluten. Und zudem habe ich dadurch noch eine zweite Möglichkeit, mich am Layout auszutoben (und auch mal meine kitschige Ader auszuleben), so dass die Chancen recht gut stehen, dass dieses Blog hier sein Aussehen zur Abwechslung mal länger als zwei Monate behält.
Dank gebührt an dieser Stelle Anne in the Kitchen, da sie mich dazu inspiriert hat, diese Rubrik auszugliedern. Und natürlich meinem Biologen, der tapfer alles isst, was ich ihm vorsetze, und selbst auch immer für leckere Überraschungen gut ist.

Und nun genug der Rührseligkeiten: the icing on the cake!

Schwerelos

18.10.06

schwerelos

tortillaDen Kühlschrank ausräumen und gucken, was sich aus den Fundstücken kreieren lässt – das ist immer wieder für eine Überraschung gut.
Und diesmal so lecker, dass ich das nicht nur festhalten, sondern auch teilen möchte.

Man nehme eine Knoblauchzehe, schneide sie klein und dünste sie in Olivenöl. Dazu drei rote und gelbe Paprika geben und pürieren (und dabei die ganze Küche vollspritzen, damit sich das Putzen auch lohnt). Das Ergebnis mit etwas Frischkäse und Tomatenmark abschmecken, salzen und pfeffern.
Einen (Fertig-) Tortillafladen dünn mit Quark und dann mit dem Paprikasugo bestreichen. Eine Handvoll Mungobohnensprossen (die sollen schließlich nicht schlecht werden) darauf verteilen.
Garnelen von etwaigen unappetitlichen Innereien befreien, mit Knoblauch und einem Spritzer Zitronensaft kurz in Olivenöl anbraten, zum Schluß kurz Zuckerschoten dazu. Beides auf den Fladen geben und es sich schmecken lassen!