Florentiner
30.01.10
So als Lebenszeichen, und wenn es hier schon nichts zu lesen gibt, dann doch bitte woanders.
Und weil ich gerade so gelacht habe, dass es mir beinahe das Abschminken erspart hätte:
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So als Lebenszeichen, und wenn es hier schon nichts zu lesen gibt, dann doch bitte woanders.
Und weil ich gerade so gelacht habe, dass es mir beinahe das Abschminken erspart hätte:
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Frau … äh … Mutti fragt nach “glücklichen Bildern“. Danke. Die Erinnerung an glückliche Stunden kann ich gerade nur zu gut gebrauchen. Und deshalb (und weil ich unfähig bin, mich festzulegen) gibt es auch gleich zwei Bilder, die in glücklichen Momenten entstanden sind und mich auch heute beim Ansehen noch glücklich machen.

Das Bild zeigt meine Freundin A. und mich abends nach einem langen, wunderschönen Tag, den wir in Köln am Rhein verbracht hatten. Erschöpft, von der Sonne verbrannt und mit der Erinnerung an Begegnungen, wie nur wir sie erleben konnten. Und nun zurück auf den Stufen vor unserem Lieblingspub, den Stufen, auf denen ich unzählige Stunden verbracht habe, in diesem wohl intensivsten Sommer meines Lebens. Ich war gerade vor einigen Wochen volljährig geworden und überwältigt vom Leben. Und in diesem Moment einfach nur glücklich.
Das zweite Bild ist nicht einmal ein Jahr alt, entstanden nur wenige Stunden, nachdem der Biologe und ich standesamtlich getraut worden waren. Und Glück ist gar kein Ausdruck für das, was ich in diesem Moment gefühlt habe, an unserem Lieblingsstrand in Holland, nur wir, das Meer und das kaum fassbare Wissen, nun endlich offiziell Mann und Frau zu sein.
Und auf eine ganz schicksalhafte Weise, die sich wahrscheinlich nur mir erschließt, stehen diese beiden Bilder in Verbindung, führten vom einen zum anderen.
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What are your middle names?
Ich besitze erst gar keinen, der Biologe schon. Angelehnt an den Jungen, der sein Lachen verkaufte. Im Übrigen auch sein Rufname, seit er in jungen Jahren genug davon hatte, dass sein erster Vornamen immer wieder in Form von unsäglichen Spitznamen verhunzt wurde. Sein zweiter lässt erst gar keinen Spielraum für Abkürzungen, allerdings für die Schreibweise: “Mit 2 m!”
How long have you been together?
Bald sind es fünf Jahre. Oder auch ein ganzes Leben. Was war vorher?
How long did you know each other before you started dating?
Etwas über ein halbes Jahr lang haben wir uns erfolgreich bei der Arbeit ignoriert. Je nach Schicht war er der Kerl hinter der Bar, der mir die Getränke anreichte. Irgendwann häuften sich die gemeinsamen Schichten, und irgendwann kamen dann auch die Schichten, in denen nur wir zwei eingeteilt waren und uns so kaum länger ignorieren konnten. Und dann kamen die Schichtenden, der unausweichliche after work-Drink, die Frage, ob man die Nacht nicht noch woanders ausklingen lässt, die Cocktail-Bars, die finsteren Clubs …
Who asked whom out?
Wenn es doch so einfach gewesen wäre. Ich als sittsame ehemalige Klosterschülerin hätte nie den ersten Schritt gemacht, also hieß es den Biologen so zu provozieren, dass er seine Schüchternheit überwindet. Harte Arbeit. Aber nach diversen weiteren gemeinsamen Schichten, ein paar Longdrinks, einem after work-Spaziergang durch die nächtliche Stadt hatte ich ihn dann tatsächlich soweit.
How old are each of you?
Ich nähere mich mit Riesenschritten meinem 30. – und einer Midlife Crisis, die sich gewaschen hat. Der Biologe ist exakt fünf Monate jünger. So muss ich mir dann in Zeiten der Krise wenigstens keinen knackigen Jüngling suchen.
Whose siblings do you see the most?
Da wäre ein Bruder, irgendwo.
Which situation is the hardest on you as a couple?
Immer wieder die Abschiede, wenn beim Biologen Fortbildungen und Symposien anstehen. Dazwischen der Alltag, wenn der Biologe einmal am Tag mein Mopsbild wegräumt, nur damit ich es kurze Zeit später wieder ins Regal stelle.
Did you go to the same school?
Nein.
Are you from the same home town?
Nein. Auch wenn meine Kleinstadt gerne und völlig zu Unrecht als verkappter Vorort seiner Großstadt bezeichnet wird.
Who is smarter?
Der Biologe. Wenn er will.
Who is the most sensitive?
Ich. Wenn ich will.
Where do you eat out most as a couple?
Da wäre der Lieblingsmexikaner in Münster. Der Lieblingspub in Hattingen. Und – wenn es nach mir ginge – die Sushi-Bar meines Vertrauens in Dortmund.
Where is the furthest you two have traveled together as a couple?
London. Gleich zweimal im letzten Jahr und nicht annähernd so weit weg, wie es sich anfühlt.
Schlimm: Die weiteste Reise meines Biologen ohne mich, letztes Jahr nach Rhode Island. Ich habe es überlebt, irgendwie.
Who has the craziest exes?
Spontan: Ich. Aber dann stelle ich fest, dass mir wenigstens nie einer eine überdimensionale Plüsch-D*ddlmaus geschenkt hat. Also gewinnt der Biologe.
Who has the worst temper?
Ich. Ganz klar. Und es reicht für beide.
Who does the cooking?
Unter der Woche ich, am Wochenende er.
Who is the neat-freak?
Keiner von beiden. Leider.
Who is more stubborn?
Mist. Schon wieder ich.
Who hogs the bed?
Ganz klar er. Auch wenn er es jeden Morgen abstreitet.
Who wakes up earlier?
Er. Ich bin auch zwei Stunden nach dem Aufstehen noch nicht wach.
Where was your first date?
Da sind wir uns uneins. Ich behaupte, es war dieser schummrige Studentenclub, die Nacht, in der die Luft brannte. Ihm zufolge war es die Nacht der Oscar-Verleihung vor genau fünf Jahren – die Erklärung, warum man diese Nacht im Nachhinein kaum als Date bezeichnen kann, folgt. Zum Jahrestag, quasi.
Who is more jealous?
Ich lebe es mehr aus.
How long did it take to get serious?
Für ihn Tage. Für mich Wochen.
Who eats more?
Er. Und ich fordere zu seinem Leidwesen immer meinen Anteil, so als amtlicher Vorkoster.
Who does the laundry?
Arbeitsteilung ganz nach meinem Geschmack: Ich sortiere und stelle die Waschmaschine an, er hängt die Wäsche auf (”Aber Schatz, ich hab doch so Angst allein auf dem dunklen Dachboden.”).
Who’s better with the computer?
Ich kann HTML, er Excel.
Who drives when you are together?
Ich bin ein ganz furchtbarer Beifahrer, also: Ich.
[via Lu]
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Emily und Fräulein Anna haben mich mit einem Stöckchen bedacht, das ich nur zu gerne bearbeite:
Also. Bei dem Buch, das vor mir auf dem Tisch liegt, bereit für ein paar wunderbare Lesestunden am Wochenende, handelt es sich um Mit brennender Geduld von Antonio Skármeta. Und ich weiß jetzt schon, dass diese Lesestunden so wunderbar werden, weil mir dieses Buch von meiner Freundin ans Herz gelegt worden ist, die ebenfalls Buchhändlerin ist – es hatte fast schon etwas von einem Rollenspiel, als ich vor ihr in der Buchhandlung stand und um eine Beratung bat.
Und der Blick auf Seite 123 reicht bereits, um ihr zutiefst dankbar zu sein. Und ich muss schummeln, ich kann einfach nicht anders – ich beginne mit dem zweiten Satz:
Zwölf Sekunden nach dieser Prophezeiung, als die Lauscher aller nüchternen, weniger nüchternen und schon bewußtlosen Gäste, wie von einem riesigen Magneten angezogen, auf die Küche gerichtet waren und Alarcón und Guzmán so taten, als müßten sie ihre verschwitzten Handflächen an ihren Hemden trockenreiben, bevor sie in zitternde Begleitmusik einfielen, durchbrach Beatriz’ Orgasmus die sternenklare Nacht mit einem solchen Akkord, daß sogar die Paare in den Dünen davon inspiriert wurden (”Einmal so einen”, flehte die Touristin den Telegrafisten an), die Witwe indes brandrote Ohren bekam und dem Herrn Pfarrer, der schlaflos in seinem Kirchturm lag, die Worte entfuhren: “Magnificat, staba, lingua, dies irae, benedictus angelus, kyrie eleison.”
Nach dem letzten Jauchzer schien die ganze Nacht feucht zu werden, und die danach folgende Stille hatte etwas Stürmisches und Beunruhigendes.Antonio Skármeta: Mit brennender Geduld
Hach. Welch Kleinod. Das ist Literatur. Und ich beschränke mich auf zwei Empfänger des Stöckchen – Amy und Okavanga, Ihr habt doch bestimmt ein Buch in Reichweite!
Erlesenes, Strandgut | Link | 2 Kommentare | Tags:keine
… noch ein Stöckchen, mit dem mich Amy und Frau Venuswalzer bedacht haben:
3 materielle Wünsche zu Weihnachten?
Bücher, Bücher und eine Tasche für meine neue Digitalkamera (die gab es schon vorab).
3 Menschen, die von mir ein Weihnachtsgeschenk erhalten?
Mein Biologe, meine Mama, meine Freundin S.
3 Menschen, mit denen ich gerne Weihnachten feiern würde?
Die gerade genannten (und das wird auch noch in die Tat umgesetzt).
3 Menschen, die von mir dieses Stöckchen erhalten?
So kurzfristig niemand mehr.
Dafür wünsche ich allen wunderschöne Weihnachten, mit lieben Menschen, gutem Essen und schönen Geschenken! Lasst es Euch gut gehen, und mögen all Eure Wünsche in Erfüllung gehen!
Strandgut | Link | 2 Kommentare | Tags:Stöckchen
Ein Stöckchen von der herzallerliebsten Okavanga:
Letzte Zigarette? Vor 67 Tagen. Tatsache. Kann es selbst kaum glauben. Und die Stöckchenwerferin war daran nicht ganz unbeteiligt, hat sie mir doch den entscheidenden Motivationsschub gegeben!
Letzte Autofahrt? Gestern, als Beifahrer zum Supermarkt. Dabei dem Biologen aus Versehen in den Finger gebissen – niemals hungrig einkaufen fahren!
Letzter Kuss? Irgendwann vorhin.
Letzter Weinkrampf? Weiß ich gar nicht. Wahrscheinlich bei irgendeinem Film, und dann kann es nicht lange her sein.
Letztes Buch? Der Historiker von Elizabeth Kostova.
Letzter Film? Vorhin, Kill Bill (nennt mich Spätzünder).
Letztes Schimpfwort? Als würde ich da den Überblick behalten.
Letztes Getränk? Wasser.
Letztes Essen? Pflaumenkuchen (nicht nur der erste in diesem Jahr, sondern auch noch der erste jemals vom Biologen gebackene). Lecker.
Letzter Anruf? Meine Mama.
Letzte Sendung im TV? Im Hintergrund läuft dieses Restauranttesterdings – Abgründe, sag ich da nur.
Letzte Dusche? Vor ca. drei Stunden, ganz lange und ganz heiß. Ich befürchte, meine Rechnung, noch nicht zu heizen, um Geld zu sparen, geht nicht auf, wenn ich dafür dauernd und stundenlang unter der heißen Dusche stehe. Mist.
Letzte CD? Schon nicht mehr wahr, leider. Zuletzt bei iTunes: “Tarantula” von den Smashing Pumpkins.
Letzter gekaufter Gegenstand? Schmuck, genauer gesagt Ohrringe. Dieses Syndrom ist bei mir sogar noch ausgeprägter als der Schuhtick mancher Frauen (nicht dass ich den nicht auch teilen würde).
Letzte Enttäuschung? Die Wettervorhersage – könnte besser sein, wenn wir kommende Woche ans Meer wollen. Aber egal. Hauptsache Meer.
Letzte sexuelle Phantasie? Umgesetzt.
Letzte Worte? “Schnauze, Dicker!” (bezogen auf das fiepende Wesen neben mir, das wie ein Kater aussieht und sich wie ein Meerschweinchen anhört)
Letzte merkwürdige Begegnung? Menschen im Supermarkt.
Letztes Mal amüsiert? Gerade. Jetzt. Geht in diesem Haushalt gar nicht anders.
Letztes Mal verliebt? Heute morgen. Immer wieder neu beim Aufwachen.
Letztes Mal umarmt? Die Schildkröte.
Letztes Mal getanzt? Gestern beim Putzen.
Letztes Konzert? Im Mai beim Stadtfest – Bardic, in Erinnerung an meine Irish Pub-Zeiten.
Letzte Webseite besucht? Das Gedankendelta.
Strandgut | Link | 3 Kommentare | Tags:keine
Bei Dudu entdeckt und eingesteckt. Gibt wohl auch die Variante, die jeweils nur ein Wort als Antwort duldet – einen Versuch ist es wert, auch wenn ich bezweifle, dass ich das lange durchhalte.
Dein Handy? Überbewertet.
Dein/e Partne/rin? Alles.
Deine Haare? Eigenwillig.
Deine Mama? Beste.
Dein Papa? Abwesend.
Lieblingsgegenstand? Buch (Gegenstand … viel zu profan eigentlich. Welt, wenn schon).
Dein Traum von letzter Nacht? Vergessen (zum Glück, so wie sich die ach so plastischen Albträume in letzter Zeit häufen).
Dein Lieblingsgetränk? Apfelschorle.
Dein Traumauto? Meins (also egal, Hauptsache es gehört irgendwann mal mir).
Der Raum, in dem du dich befindest? Kombination (aus Flur/ Diele/ Arbeits- und Durchgangszimmer).
Dein/e Ex? Egal.
Deine Angst? Hartnäckig.
Was möchtest du in zehn Jahren sein? Kindskopf (immer noch).
Mit wem verbrachtest du den gestrigen Abend? Biologe (und ebenfalls Fellgurken).
Was bist du nicht? Phlegmatisch.
Das letzte, was du getan hast? Gelesen.
Was trägst du? Zopf.
Dein Lieblingsbuch? Eins?
Das letzte, was du gegessen hast? Baguette.
Dein Leben? Intensiv.
Deine Stimmung? Trantütig.
Deine Freunde? Verstreut (die Antwort klaue ich bei Dudu, scheint ein verbreitetes Phänomen zu sein).
Woran denkst du gerade? Ans Abendessen.
Was machst du gerade? Antworten.
Dein Sommer? Jeder (mit dem Biologen).
Was läuft in deinem TV? Fußball.
Wann hast du das letzte Mal gelacht? Gerade.
Das letzte Mal geweint? Gerade (”Tränen gelacht” trifft es besser).
Schule? Wehmut.
Was hörst du gerade? Schmatzen (die Katzen, nicht der Biologe).
Liebste Wochenendbeschäftigung? Biologe.
Traumjob? Buchhandel (genauer weiß ich das noch nicht).
Dein Computer? Wichtig.
Außerhalb deines Fensters? Wald (inklusive Kyrill-Lichtung).
Bier? Guinness.
Mexikanisches Essen? Hunger.
Winter? Kuschelig.
Religion? Schwankend.
Urlaub? Meer.
Auf deinem Bett? Decke (und Krümel).
Liebe? Ja.
Strandgut | Link | 1 Kommentar | Tags:Stöckchen
Hier gefunden und gleich als Lückenfüller missbraucht.
Das Leben ist… unerschöpflich.
Sterben müssen heißt… Endgültigkeit.
Menschen können… mich immer wieder zutiefst überraschen.
Menschen sollten… sich das Denken angewöhnen.
Die Welt braucht… Gleichgewicht.
Das Wichtigste im Leben ist… sich nicht aufzugeben.
Unwichtig ist… so vieles, das sich oft trotzdem nur schwer ausblenden lässt.
Vergangenheit ist… das, was uns prägt.
Zukunft bedeutet… Möglichkeiten.
Zeit ist… begrenzt.
Liebe ist… grenzenlos.
Freunde haben ist… Seelennahrung.
Glück ist… der Sinn von alldem.
Gefühle sind… der helle Wahnsinn.
Konflikte bedeuten… Kompromisse.
Hoffnung ist… unbezahlbar.
Glauben können ist… ein Geschenk.
Träume sind… manchmal ganz schön hinterhältig.
Visionen sind… Chancen.
Veränderung bedeutet… Abschied und Aufbruch.
Stagnation bedeutet… aufzugeben.
Ich brauche… Sicherheit.
Angst habe ich vor… mir selbst, manchmal.
Mut bedeutet… unbeirrt nach vorne zu schauen.
Das Allerschwerste ist… zu begreifen, was in manchen Menschen vorgeht.
Es ist so leicht… Schönes in der Welt zu entdecken, wenn man nur hinschaut.
Verlieren bedeutet… es zumindest versucht zu haben.
Gewinnen heißt… Einsatz gezeigt zu haben.
Perfekt sein bedeutet… authentisch zu sein.
Versagen bedeutet… umdenken zu müssen.
Verlust ist… eine ständige Bedrohung.
Schmerz ist… vor allem subjektiv.
Arbeiten bedeutet… bestenfalls Erfüllung.
Geld bedeutet… Möglichkeiten.
Leistung ist… heutzutage so ein negatives Wort.
Stärke ist… Kampfgeist.
Phantasie kann… das Leben so unendlich erweitern.
Kreativität ist… Bilder im Kopf Gestalt annehmen zu lassen.
Menschen, die andere nach ihrem Bild formen wollen… sollten lieber erstmal an sich selber arbeiten.
Gesundheit für meine Lieben… kann ich mir nur wünschen.
Gerechtigkeit… - bitte.
Ein Leben in Einklang …will ich erreichen.
Begeisterungsfähigkeit und Einfühlungsvermögen …mag ich an mir besonders.
Sturheit und übertriebenes “Gedanken machen” …hasse ich an mir.
Strandgut | Link | 1 Kommentar | Tags:keine